Weiche Stähle sind in vielen Fällen Kohlenstoffstähle mit niedrigen bzw. niedrigsten Kohlenstoffgehalten. Der Kohlenstoffgehalt liegt meist < 0,25% und kann bei IF-Stählen kleine 0,005% abgesenkt werden.
Bei industriellen Anwendungen kommt meistens die DIN EN 10.111 zur Geltung. Für die meisten Automobilanwendungen wird heute die VDA 239-100 herangezogen.
Die untenstehende Tabelle zeigt die Güten der weichen, warmgewalzten Stähle. Mit steigender Gütenzahl (z.B. DD11 bis DD14) sinkt der Kohlenstoffgehalt und damit auch die Streckgrenze. Das führt zu höheren Dehnungen und somit verbesserten Umformeigenschaften.
Allgemein zeichnen sich die Stähle durch eine geringere Festigkeit und Härte sowie höhere Duktilität und Zähigkeit aus. Die Güten lassen sich einfach bearbeiten und schweißen.
Typische Automobilanwendungen sind anspruchsvolle Karosserieteile, Bodenbleche, Filtertöpfe oder Seitenwandrahmen, etc. Industrieanwendungen sind beispielsweise Badewannen, Schubkarren oder Industriefilter.
Die folgende Tabelle zeigt die weichen Güten gemäß DIN EN 10.111, bzw. VDA 239-100: