Eine Environmental Product Declaration (EPD) ist ein standardisiertes Umweltproduktdatenblatt, das detaillierte Informationen über die ökologischen Auswirkungen eines Produkts über seinen gesamten Lebenszyklus bereitstellt. Diese Deklaration ermöglicht es, die Umweltleistung von Produkten transparent und vergleichbar zu machen – sowohl für Hersteller als auch für Kunden.
EPDs basieren auf international anerkannten Normen, insbesondere ISO 14025, und dienen als objektive Grundlage für Umweltbewertungen. Sie sind damit ein zentrales Instrument der nachhaltigen Produktentwicklung und unterstützen die ganzheitliche Betrachtung von Rohstoffen, Energieeinsatz, Emissionen und Abfallströmen.
Kerninhalte einer EPD:
Rohstoffgewinnung und Herkunft
Energieverbrauch und Energieeffizienz
Emissionen in Luft, Wasser und Boden
Abfallproduktion und Recyclingpotenzial
Der Hauptzweck einer EPD besteht darin, ökologische Transparenz zu schaffen und fundierte Entscheidungen entlang der Lieferkette zu ermöglichen. Unternehmen wie die EMW Stahl Service GmbH nutzen EPDs, um ihre Verantwortung für nachhaltiges Wirtschaften zu belegen und ihren Kunden die ökologische Qualität von CO₂e-reduzierten Stahlsorten nachzuweisen.
Anwendung und Vorteile von EPDs in der Stahlindustrie
In der Stahlindustrie spielen EPDs eine entscheidende Rolle bei der Förderung von Nachhaltigkeit und ökologischer Verantwortlichkeit. Sie ermöglichen es, die Umweltauswirkungen von Stahlerzeugnissen standardisiert zu erfassen, zu vergleichen und zu verbessern.
Für Unternehmen wie EMW Stahl Service GmbH bilden EPDs die Grundlage, um die Nachhaltigkeitsleistung einzelner Produkte transparent zu kommunizieren und ihren Kunden präzise Daten für Umwelt- und Klimabilanzen zur Verfügung zu stellen.
Vorteile von EPDs in der Stahlindustrie:
Transparenz: Kunden erhalten nachvollziehbare Informationen über die Umweltwirkung jedes Produkts.
Nachhaltige Beschaffung: Partnerunternehmen können fundierte Entscheidungen auf Basis belastbarer Daten treffen.
Regulatorische Sicherheit: Erleichtert die Einhaltung von Umweltvorschriften und Berichtspflichten (z. B. CSRD, ESG, CBAM).
Markenstärkung: Sichtbare ökologische Verantwortung verbessert das Image bei umweltbewussten Kunden.
Durch die Integration von EPDs in ihre Prozesse stärkt EMW nicht nur die ökologische Glaubwürdigkeit, sondern schafft auch die Datenbasis für langfristige Dekarbonisierungsstrategien.
EPD und EMW SCALE – von der Datengrundlage zur CO₂e-Bilanz
Mit SCALE (Steel Carbon Accounting & Low Emission) nutzt EMW die in den EPDs enthaltenen Umweltinformationen als verifizierte Datengrundlage für die präzise CO₂e-Bilanzierung entlang der Lieferkette. Jede Materialcharge wird mit einer EPD des jeweiligen Lieferwerks verknüpft – daraus entsteht ein prüfbarer Product Carbon Footprint (PCF) nach dem Cradle-to-Gate-Prinzip.
Das SCALE-System erfasst, prüft und weist CO₂e-Emissionen chargenspezifisch aus und ermöglicht die bilanziell korrekte Zuweisung von CO₂e-Reduktionen auf Kundenaufträge. Damit werden die in der EPD dokumentierten Umweltwirkungen digital nutzbar, z. B. für:
So schafft EMW die Verbindung von wissenschaftlich fundierter Umweltbewertung (EPD) und praktischer Klimatransparenz (SCALE) – für eine nachvollziehbare, zukunftsfähige und datengestützte Stahlproduktion.
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